Programm

Das hier ist die Beta2-Version des SternStoryStunden-Kursprogramms für 2018. Die Kurstermine und Inhalte bleiben so, wie sie hier stehen. Die Texte werden aber noch überarbeitet und feingeschliffen. Vor allem werde ich die Kursinhalte und Kompetenzen noch klarer formulieren.

Alle Kurse finden im Unperfekthaus Essen statt. Kalte und warme Getränke sowie an beiden Tagen ein Mittagessen sind in der Kursgebühr enthalten.

Wer sich bereits jetzt während der Beta2-Phase der Homepage anmeldet und das SternStoryStunden-Projekt damit supportet, erhält 15 Prozent Rabatt auf die spätere Kursgebühr von 285,- Euro. Bei Interesse schreibt mir einfach eine formlose E-Mail an Hanna.Aden(a)gmx.de.

Da ich im Zweifelsfall Himmel und Hölle in Bewegung setzen werde, werden die Kurse in jedem Fall stattfinden und rocken. Versprochen. Und es wird sich lohnen, wenn man von Anfang an dabei ist.

 

Kursprogramm 2018

Für alle, die lieber ein sauber formatiertes PDF lesen, gibt es das Programm auch zum Download:

SternStoryStunden_Programm_2018

12./13. Mai: Kurzgeschichten

Manchmal erscheint für die Dauer eines kostbaren Augenblicks alles möglich.

Ausgangssituation:

Eine kreative Idee kommt in den seltensten Fällen als komplettes Gerüst für einen langen Roman daher. Meist entsteht sie aus intensiven Augenblicken und Emotionen, aus denen sich vielleicht – und vielleicht auch nicht – etwas Längeres weben lässt.

Statt daraus eine längere Story zu weben, kann man sich bei der kreativen Arbeit von Anfang darauf fokussieren, einen einzelnen intensiven Moment herauszuarbeiten, in dem etwas Wichtiges im Leben einer Figur umschwingt und sich verändert. Als Beispiel kann hier die Geschichte von dem alten Fischer dienen, der aufs Meer hinausblickt und dem man nahelegt, er möge stattdessen arbeiten. Damit würde er es irgendwann zu Reichtum bringen und könne als Belohnung dafür ganz behaglich am Meer sitzen und aufs Wasser hinausschauen. Er antwortet, dass er das bereits jetzt könne, und stürzt den Fragenden damit in tiefe Selbstzweifel.

Einen solchen Moment in seiner vollen sprachlichen und intellektuell-emotionalen Schönheit einzufangen ist das Ziel der klassischen Kurzgeschichte. Hier mischen sich Innenwelt, Konflikt und eine Aussage über Gesellschaft, Kultur oder Politik zu einem eindringlichen Text, dessen Sprache und Botschaft über sich selbst hinausweisen.

Kursinhalt:

In diesem Workshop wird die Literaturgattung Kurz- und Kürzestgeschichte anhand von Beispielen, theoretischer Annäherung und Schreibaufgaben erforscht. Die praktischen Aufgaben beruhen auf Roberta Allens Ansatz der Aktivierung kreativer Prozesse durch Zeitverknappung und gezielte Schreibaufträge.

  • Analyse von Textbeispielen in Bezug auf Wendepunkt, Thema und Aussage über das Menschsein oder die Gesellschaft
  • Schreib- und Brainstormingaufgaben, die in die Tiefe führen und unerwartete, originelle Synthesen von Ideen ermöglichen
  • Arbeit an einer eigenen Kurz- oder Kürzestgeschichte, um schichtweise die tieferen Ebenen der Geschichte und der im eigenen Unterbewusstsein verborgenen Botschaft offenzulegen
  • Austausch und Feedback über den Prozess und die Arbeitsergebnisse

Ziel ist, die Methodenkompetenz für das Verfassen der häufig bei Literaturwettbewerben einzusendenden kurzen Geschichten zu erweitern und Inspiration für künftige kürzere und längere Projekte zu gewinnen.

Kompetenzerweiterung:

  • Vertiefte Kenntnisse über das Genre Kurzgeschichte
  • Brainstormingmethoden, die in die Tiefe gehen und die kreativen Pforten öffnen
  • Künstlerische Verdichtung und Intensivierung von Sprache in Prosapassagen
  • Auseinandersetzung und Inspiration für die Frage nach dem eigenen künstlerischen Thema

 

9./10. Juni: Romanfiguren, die den Plot voranbringen

Größe, Emotion und Verbrechen – und schon hat man den Anfang einer Story?

Ausgangssituation:

Zu Anfang der Schreibkarriere entwickeln Schreibende oft Romanfiguren, die ihnen selbst stark ähneln. Die Charaktere werden zu Avataren der eigenen Persönlichkeit, reflektieren die kleinen Abenteuer, die man erlebt hat, und wagen sich an die großen Kämpfe, von denen man erst noch träumt.

Diese Herangehensweise an das Thema Figurentwicklung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sollen Romanfiguren eine tiefe Menschlichkeit ausstrahlen, die Schreibende nur vermitteln können, wenn sie ihre eigene Menschlichkeit, Verletzlichkeit und Leidenschaft mit einfließen lassen. Andererseits riskiert man damit Weg, dass die Figuren stets nur entlang der eigenen Parameter handeln und Diversität vermissen lassen.

Kursinhalt:

Die in diesem Workshop vermittelten Inhalte zur Figurgestaltung beruhen auf dem Ansatz von Robert McKee, dessen Schüler*innen im Bereich Drehbuch in Amerika viele Oscar-nominierte und preisgekrönte Drehbücher geschrieben haben. Die Herangehensweise beruht darauf, zunächst – wie in vielen anderen Ansätzen der Figurgestaltung – eine Figur und die Einzelheiten ihres Lebens herauszuarbeiten:

  • Aussehen, Lebensumstände, soziales Netz und wichtige Bezugspersonen
  • Träume und Ziele sowie Handlungsmotivation
  • Stärken, Schwächen, Talente und Ängste
  • Ungewöhnliche Charakterdetails und interessante Widersprüche (z. B. perfekt geschminktes Gesicht und ungeputzte Zähne)

McKees Ansatz besagt, dass spannende Figuren hinter den anfänglich in der Story gezeigten Charakterisierungselementen einen verborgenen Tiefencharakter besitzen, der erst unter Druck enthüllt wird. Je stärker der Druck durch die Storyereignisse aufgebaut wird, desto mehr treten die zuvor hinter der alltäglichen Maske verborgenen Charaktertiefen der Romanfigur hervor. In der zweiten Hälfte des Workshops geht es um:

  • Spannungsfeld zwischen Oberflächen- und Tiefencharakter
  • Möglichkeiten, den Druck der Handlung schrittweise zu erhöhen und den Tiefencharakter hervortreten und handeln zu lassen
  • Szenen, in denen „etwas hervorbricht“ und eine Figur sich selbst neu kennenlernt
  • Die auf diese Weise erschaffenen Figuren werden durch ihre spannungsgeladenen Persönlichkeiten Handlung und Plot vorantreiben und das weitere Schreiben der Story erleichtern.

Kompetenzerweiterung:

  • Erweiterung des Repertoires zur Entwicklung von Figuren mit Individualität
  • Gezieltes Verfassen von Szenen, in denen Figuren durch ihr Handeln dar- und vorgestellt werden
  • Entwicklung von Tiefencharakter für mehr psychologischen Storydrive
  • Szenische Enthüllung von Tiefencharakter

14./15. Juli: Plotmethoden

Plotpoints, Storyentwicklungen und das Jonglieren mit Gut und Böse, was immer das auch sein mag – was könnte spannender sein?

Ausgangssituation:

Eine der entscheidendsten Herausforderungen des Schreibhandwerks ist, eine Idee und einen möglichen Ablauf von Ereignissen so miteinander zu verweben, dass daraus ein zusammenhängender Plot wird.

Anfänger machen oft den Fehler, die Leerstellen zwischen ihren Schlüsselszenen mit beliebigen Handlungssequenzen zu füllen, „damit etwas passiert“. Leser können oft nicht genau sagen, warum sich solche Geschichten unrund anfühlen und einen immer wieder aus der Handlung werfen. Das Geheimnis liegt darin, statt einer Aneinanderreihung lose verbundener Szenen einen Plot mit einem roten Faden zu erschaffen, der die einzelnen Szenen verbindet.

Kursinhalt:

Figuren geraten in Konflikte und entwickeln zunächst fehlerhafte Lösungsstrategien, die Ausdruck ihrer anfänglichen Persönlichkeit sind. Diese Strategien werden zur Wurzel für neue Probleme. Auf diese Weise eskaliert das Konfliktniveau einer Story durch den Wechsel zwischen positiven und negativen Momenten immer weiter in Richtung des finalen Höhepunktes („Raising the Stakes“) und stellt die Figur vor eine Herausforderung, der sie sich nur stellen kann, wenn sie ihr volles bis dahin verborgenes Potenzial entfaltet.

In diesem Workshop werden vielfältige Methoden vermittelt und genutzt, um Ideen zu einem funktionierenden Plot zu verweben:

  • Arbeit an Prämisse und Storythema mit der Schneeflockenmethode
  • Analyse von Storystrukturen mit Fokus auf das Drei-Akt-Modell
  • Storywerte (nach Robert McKee) und ihre Funktion für die Plotkonstruktion
  • Die besondere Bedeutung des ersten und letzten Bildes einer Story
  • Entwicklung einer eigenen Storystruktur anhand von Plotpoints aus dem Drei-Akt-Modell
  • Raising the Stakes
  • Konstruktion, Verfassen und kriteriengeleitete Überarbeitung von Schlüsselszenen

Kompetenzerweiterung:

  • Entwickeln glaubhafter und funktionierender Konflikte mit Eskalationspotential
  • Nutzung der Schneeflockenmethode und weiterer Brainstormingtechniken zum Entwickeln und Herausarbeiten des roten Fadens einer Story
  • Arbeit mit positiven und negativen Storywerten für mehr Dynamik im Plot
  • Kenntnis und Anwendung des Drei-Akt-Modells sowie der Arbeit mit Plotpoints zur Entwicklung eines tragfähigen Storyrahmens

 

11./12. August: Ein Gegner, den zu besiegen sich lohnt

Am Ende hat der Held gelernt, seine Fähigkeiten zu meistern und sich dem Gegner zu stellen. Als Storyteller begleiten wir ihn auf dem Weg dahin.

Ausgangssituation:

Eine spannende Geschichte braucht nicht nur eine einzigartige Hauptfigur, die Empathie und Interesse im Leser weckt, sondern auch Hindernisse, denen sich die Figur auf dem Weg zu ihrem Ziel stellen muss. John Truby analysiert diese antagonistische Kraft in seinem Ansatz sehr sorgfältig und empfiehlt, sie detailliert auf die Hauptfigur und ihre Entwicklungen und Kämpfe abzustimmen.

Damit der Held oder die Heldin die finale Herausforderung besteht, muss er/sie an den Herausforderungen wachsen und sich schließlich der antagonistischen Kraft in ihrer schlimmsten Ausprägung stellen. Ziel ist, den Konflikt schrittweise eskalieren zu lassen, indem Protagonist und Antagonist bis zur finalen Eskalation härter und härter aufeinanderprallen („Raising the Stakes“).

Kursinhalt:

  • Analyse von antagonistischen Kräften für unterschiedliche Figuren und Settings
  • Konstruktion von auf den eigenen Protagonisten und seine Entwicklung abgestimmten passgenauen oppositionellen Kräften (innerlich und äußerlich)
  • Entwickeln des finalen Hindernisses für den finalen Kampf – eine wichtige Hilfe bei der Gesamtkonstruktion einer Story
  • Arbeit mit Storywerten: Wie abgründig und böse kann sich die Negativausprägung eines Storywertes entfalten, um den positiven Wert am Ende hell strahlen zu lassen?
  • Detaillierte Analyse der antagonistischen Kraft für die eigene Story (z. B. Figurinterview über Ziele und Methoden)
  • Verfassen von Szenen mit Teilniederlagen und Teilsiegen
  • Psychohygiene: Warum es manchmal so schwer ist, die eigene Romanfigur psychisch und physisch existenziell bedrohlichen Situationen auszusetzen – und wie es trotzdem gelingt

Diese Mechanismen greifen bei inneren und äußeren antagonistischen Kräften und funktionieren daher genreunabhängig.

Kompetenzerweiterung:

  • Tieferes Verständnis für die Dynamiken zwischen protagonistischer und antagonistischer Kraft
  • Abstimmen des Hauptcharakters auf den Gegenspieler und vice versa
  • „Raising the Stakes“: Konflikte und Bedrohung steigen stufenweise an bis zur finalen Eskalation
  • Zusammenwirken von inneren und äußeren antagonistischen Kräften zur Erhöhung der Spannung

 

8./9. September: Die Kunst des Dialogschreibens

Ein Dialog, in dem beide Seiten einer Meinung sind und effektiv zusammenarbeiten, liest sich oft schrecklich langweilig – auch, wenn das etwas ist, worauf man im realen Leben hinarbeitet.

Ausgangssituation:

Fesselnde Dialoge zu schreiben ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Handwerkskoffer von Schreibenden. Wenige Techniken eignen sich besser, um einen Text mit Leben zu füllen und Leser in den Bann zu ziehen. Doch wie geht man vor, damit Wortgefechte nicht zu banalem Wortgeklingel verkommen?

Ein gut geschriebener (literarischer) Dialog erfüllt drei Funktionen: Er charakterisiert die Gesprächspartner, führt die Handlung voran und beinhaltet einen Konflikt. Obwohl er beim Lesen natürlich und aus dem Leben gegriffen scheinen soll, wird er in Wahrheit sorgfältig durchkomponiert. Neben den ausgesprochenen Worten fließen oft auch Mimik, Gestik und Gedanken in die Szene mit ein und erzeugen so im Idealfall eine zweite Ebene, die ein Spannungsfeld zu den offen ausgesprochenen Worten erzeugt.

Kursinhalt:

In diesem Workshop werden mit praktischen Beispielen, Theorie und Schreibaufgaben das Verständnis und mögliche Anwendungsmöglichkeiten für diesen Bereich des Schreibhandwerks vermittelt und vertieft.

  • Analyse gelungener Beispiele
  • Arbeit mit den drei wichtigsten Elementen eines Dialogs: Charakterisierung, Entwicklung, Konflikt
  • Individuelle Sprech- und Kommunikationsmuster für Charaktere entwickeln
  • Rollenspiel- und Schreibaufgaben zu Szenen mit einander widersprechenden inneren Drehbüchern
  • Provokation und Flirt als Elemente zur Dialogbelebung
  • Unausgesprochenes und Subtext als Gestaltungsmittel für mehr Dialogtiefe
  • Gezieltes Entwickeln von Missverständnissen als Konfliktquelle und Plotmotor
  • Kriteriengeleitetes Analysieren und Überarbeiten von Dialogsequenzen

Kompetenzerweiterung:

  • Intensiviertes Bewusstsein für Konflikte und Figurcharakterisierung als Werkzeuge der Dialoggestaltung
  • Vertiefung der Kenntnisse und des Gespürs für individuelle Figursprechweisen
  • Aufbau von spannungsreichen Kontrasten zwischen gesprochenen Worten und Subtext eines Gesprächs
  • Kriteriengeleitete Überprüfungs- und Überarbeitungstools für Dialoge

 

13./14. Oktober: Kraftvolle Sprache. Die eigene Erzählstimme finden.

Das Filmgenre hat kraftvoller Bilder. Unser Job ist es, mit Worten eine vielleicht sogar noch stärkere Magie zu wirken.

Ausgangssituation:

Zu Beginn der persönlichen Schreibentwicklung orientieren sich viele Schreibende am Stil anderer Autor*innen, die sie mit Ideen, Emotionen und Sprache überzeugt haben. Im Lauf der Zeit lösen sich die meisten davon und entwickeln einen eigenen sprachlichen Stil. Ziel sollte dabei sein, eine Erzählsprache zu entwickeln, die unaufdringliche Sogwirkung entfaltet, Gedanken und Emotionen zwischen den Zeilen transportiert und unabhängig von den geschilderten Charakteren und Handlungen in den Bann zieht. Auf diese Weise fesselt die Sprachebene parallel zur Handlungsebene.

Im besten Fall entstehen so Texte, die auf beiden Ebenen faszinieren und hinterher noch lange nachhallen.

Kursinhalt:

In diesem Workshop werden verschiedene Techniken in Beispiel, Theorie und Praxis vorgestellt und erprobt, die bei der Auseinandersetzung mit Sprache und ihren Mitteln helfen:

  • Rhythmus von Sprache und Sätzen
  • Verben als Taktgeber eines Textes
  • Kameraführung und Blickführung bei Beschreibungen für eine besser greifbare Storywelt
  • Erzählperspektive: Die sprachliche Kraft der auktorialen und der Kameraperspektive sowie des Deep Point of View
  • Große Gedanken und kleine Details: Mut zu spannenden Kontrasten für greifbare Storys und tiefe Gedanken
  • Innovative und eindringliche Wortkombinationen
  • Vermittlung direkter und vor allem indirekter Emotionen
  • Arbeit mit Symbolik als unterschwelliges Mittel zur Vermittlung von unausgesprochenen Storyebenen

Die Auseinandersetzung mit diesen Stilmitteln und Techniken öffnet Türen für die künftige Auseinandersetzung mit Sprache und ihre Möglichkeiten.

Kompetenzerweiterung:

  • Methoden zur Aktivierung kreativer Prozesse
  • Kenntnis vielfältiger sprachlicher Stilmittel und Techniken
  • Bewussteres Arbeiten mit Subtext und indirekt vermittelten Emotionen und Gedanken
  • Mehr Sicherheit durch Kriterienkompetenz bei der sprachlichen Überarbeitung von Texten (Feinschliff)

 

10./11. November: Die Heldenreise nach Vogler als Plotmodell (nur mit eigenem Projekt bzw. Idee)

Der Augenblick, in dem man sein altes Leben unwiderbringlich hinter sich lässt, übt in Story und Realität gleichermaßen Faszination aus.

Ausgangslage:

Die Heldenreise als Modell für die innere und äußere Entwicklung einer Storyfigur wurde in den 60er Jahren von Joseph Campbell aus zahlreichen Mythen und Geschichten aus aller Welt extrahiert. Ihre Stationen sind ein sehr effektives Modell zum Entwickeln eines funktionierenden Storyaufbaus und zur Analyse von Storylücken. Darüber hinaus wird sie inzwischen in der Erwachsenenbildung als Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung genutzt, weil dieses Modell den wesentlichen Ablauf wichtiger Veränderungen im Menschenleben beschreibt. Aufgrund dieser Universalität eignet sich dieses Modell gut, um Storys mit inneren und äußeren Konflikten zu entwickeln, die die Figur am Ende zum „Herrscher der zwei Welten“ reifen lässt.

Kursinhalt

In diesem Workshop beziehe ich mich auf die Variation der Heldenreise nach Christopher Vogler in zwölf Stationen.

  • Analyse von Storybeispielen (Märchen) nach den 12 Stationen
  • Romanfiguren werden mit Stellvertretertechniken aus der systemischen Aufstellungsarbeit durch ihre persönliche Heldenreise innerer oder äußerer Art geführt
  • Figurinterviews zu verschiedenen Stationen der Reise
  • Skizzieren der einzelnen Stationen der Heldenreise für die Romanfigur
  • Psychohygiene: Warum die Kämpfe der Figur manchmal mit eigenen Lebenskämpfen zusammenhängen – und wie man daraus kreative Kraft schöpft, statt zu blockieren
  • Verfassen von Schlüsselszenen
  • Herausarbeiten des roten Fadens der Story als Leitlinie für die kreative Weiterarbeit

Da das Modell der Heldenreise eine effektive Entwicklung sowohl innerer wie auch äußerer Konflikte ermöglicht, bestehen keine Genreeinschränkungen für gewählte Projekte.

Kompetenzerweiterung:

  • Kenntnis und Nutzung der 12 Stationen der Heldenreise nach Vogler für die Arbeit an einem eigenen Projekt
  • Kenntnis und Anwendung von Methoden, um mit diesem Modell einen Plot zu entwickeln und zu überprüfen
  • Methodenkompetenz, um mithilfe der Heldenreise Schlüsselszenen zu finden, zu entwickeln und zu schreiben
  • Schulung des Blicks für die Psychologie, die Schwächen, Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten von Romancharakteren
  • Das eigene Leben als positive kreative Quelle für spannende und erzählenswerte Herausforderungen in der Storywelt

 

8./9. Dezember: Der Rote Faden. Exposé-Workshop (nur mit eigenem Projekt)

Ausgangssituation:

Der Kampf um die richtige Zusammenfassung der Story kostet meist weit mehr als nur eine Nacht mit viel zu viel Kaffee …

Früher oder später kommt bei jedem längeren Schreibprojekt der Moment, in dem das Projekt die sichere Schublade des heimischen Schreibtisches verlassen soll. Wer sich nicht für den Weg des Selfpublishing entscheidet, benötigt an dieser Stelle ein gutes Exposé, mit dem man potenzielle Agenturen oder Verlage von der eigenen Arbeit überzeugen kann.

Teilnahmebedingungen:

Für die Teilnahme an diesem Workshop muss vorab ein Exposé von 3 bis 4 Normseiten Länge (30 Zeilen à 60 Anschläge) eingereicht werden. Jede*r Teilnehmende erhält im Anschluss an die reguläre Seminarzeit die Möglichkeit zu individuellem Feedback mit konstruktiver Kritik.

Kursinhalt:

  • Aufbau eines Exposéheaders und eines Exposés
  • Kriteriengeleitete Analyse von Pitches zur Projektpräsentation (eigene und fremde Beispiele)
  • Herausarbeiten des zentralen Verlangens und Problems der Hauptfigur
  • Übungen zu Prämisse und rotem Faden der Geschichte
  • Gibt es eine These mit einer Moral, die die Story zu beweisen versucht?
  • Verfassen und kriteriengeleitete Überarbeitung eines Kurinhaltstextes
  • Überarbeiten der Synopsis anhand von Plotpoints und dem Drei-Akt-Modell
  • Herausarbeiten eines knackigen Pitches zur Storypräsentation

Während der intensiven Arbeit mit einem Exposé werden häufig Überarbeitungspotentiale für das Gesamtmanuskript aufgedeckt. Ziel des Workshops ist, sowohl das konkrete Exposé zu verbessern wie auch Methodenkompetenz und Herangehensweisen für künftige Projekte zu erwerben.

Kompetenzerweiterung:

  • Fundierte Kenntnisse der Elemente eines Exposés (Header, Thema, Pitch, Kurzinhalt, Figurbeschreibung, Charaktere, Sonstiges)
  • Nutzung gezielter Fragestellungen zur Verbesserung von Pitch und Kurzinhalt
  • Methodenkompetenz beim Herausarbeiten des roten Fadens einer Geschichte
  • Wertvolle Impulse zur Verbesserung der eigenen Story
  • Individuelles Feedback für das eigene Projekt

 

 

***

Rundum-sorglos-Paket

Teilnahme an allen 8 Kursen 2018 plus 4 Einzelcoachings zu einem Thema nach Wahl. 2177,- Euro als Einführungsangebot. Die Investition kann in monatliche Raten aufgeteilt werden. Details der Beschreibung folgen in der Alpha-Version des Programms. Bei Interesse bitte ebenfalls eine formlose Mail an Hanna.Aden(a)gmx.de.

***

 Einzelcoachings

Neben den Kursen biete ich Einzelcoachings zu Textpassagen oder Storykonzepten an. Die detaillierte Beschreibung folgt in der Alpha-Version meines Online-Auftritts. Preise auf Anfrage. Bei Interesse bitte eine formlose Mail an Hanna.Aden(a)gmx.de.

***

Vergünstigte Kursteilnahme

Für Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen finanziell eingeschränkt sind, biete ich zehn Prozent Rabatt auf die Kursgebühren an (ergänzend zu anderen Ermäßigungen). Bitte meldet euch in einem solchen Fall nicht über den Shop an, sondern schreibt mir eine kurze E-Mail an Hanna.Aden(a)gmx.de, in der ihr eure Situation darstellt und angebt, welche Kurse oder Coachings ihr nutzen wollt. Außerdem benötige ich euren vollen Namen, Geburtsdatum, Adresse und eine Telefonnummer. Ihr erhaltet dann eine Rechnung zum vergünstigten Tarif. Sobald diese bezahlt ist, seid ihr angemeldet und Teil des entsprechenden Schreibteams.

Zusätzlich biete ich ein jährliches Stipendium an, durch das jedes Jahr eine talentierte Person besonders gefördert wird, Coachings erhält und kostenlos an allen Kursen teilnimmt.

***

Ich wünsche allen, die bis hierhin gelesen habe, Zeit und Ruhe zum Schreiben und viel Inspiration und Flow!

Hanna Aden

____________________
Bildnachweis: Fotolia